Mit KommR Herbert Maier ist kürzlich einer der Pioniere des Holzbaus in Salzburg verstorben.

Geboren 1939 in Neukirchen am Großvenediger hat Maier nach der Pflichtschule von 1956 bis 1959 bei der Firma Franz Knapp eine Zimmererlehre absolviert. Von 1961 bis 1964 besuchte er zusätzlich die Holzfachschule in Hallein. Bevor er 1966 die Zimmermeisterprüfung ablegte, machte er einen beruflichen Wechsel in den Tiefbau. Unter anderem war er in dieser Zeit als Bauleiter bei der Firma Strabag aktiv. 1967 folgte schließlich die Betriebsgründung der Firma Holzbau Maier mit zwei Mitarbeitern. Bereits ein Jahr später wurde der erste Lehrling aufgenommen. 1969 wurde das Sägewerk erweitert sowie die ersten Blockhäuser errichtet. 1972 wurde der Betrieb in Bramberg neu errichtet. Zu dieser Zeit beschäftigte Maier bereits über 50 Mitarbeiter. 1974 folgten erste Exporterfolge in die Schweiz, die in den kommenden Jahren von den USA bis nach Japan reichten. Es folgten weitere Betriebserweiterungen sowie die Übernahme der Firma Ateka. 1989 arbeiteten bei Holzbau Maier 140 Mitarbeiter. 2004 wurden im Zuge einer weiteren Betriebserweiterung eigene Schulungsräume für die Mitarbeiter errichtet, 2008 folgte der Bau des „Hoiz-Tower“ am Betriebsgelände. Unter seiner Führung wurden 250 Lehrlinge zu Facharbeitern ausgebildet. Zudem wirkte Maier federführend an der Entwicklung der MHM-Wand (Massivholzmauer) mit.

Maier war unter anderem Gründungsmitglied der Pinzgauer Holzkooperation, Gründungsmitglied der Holzbau Salzburg und Beiratsmitglied des Holzcluster Salzburg. Für seine unternehmerischen Leistungen wurde ihm 1995 der Berufstitel Kommerzialrat sowie 2007 der Holzbaupreis von Pro Holz verliehen. 2009 erhielt das Unternehmen den Staatspreis „Bester Lehrbetrieb“ sowie die Berechtigung zur Führung des österreichischen Staatswappens.

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