Der natürliche Baustoff kommt der Umwelt, aber auch den Menschen zugute

Immer mehr öffentliche Auftraggeber schätzen Holz als idealen Baustoff für den Bau bzw. Umbau von Schulen, Kindergärten, Gemeinden und ähnlichen Einrichtungen. Die kurze Bauzeit ist nur eines der zahlreichen Argumente, die für dessen Einsatz sprechen.
Die positive Wirkung von Holz auf das allgemeine Wohlbefinden des Menschen ist längst belegt. Darin liegt wahrscheinlich auch der Grund, warum neben den privaten Häuslbauern auch die öffentliche Hand zunehmend auf das natürliche Material aus unseren Wäldern setzen. Vor allem in Gebäuden wie Schulen, Kindergärten etc., wo viele Menschen eine bestimmte Zeit unter dem selben Dach verbringen, sorgt das Material für eine ausgeglichene Psyche und ein stabiles Befinden. Dazu kommen weitere entscheidende Vorteile: „Gerade bei einem Umbau oder Zubau möchte man so wenig Zeit wie möglich in einem Ausweichquartier zubringen müssen. Holz ist hier anderen Baustoffen weit überlegen, denn damit lässt sich die Bauzeit in etwa halbieren“, erklärt Friedrich Egger, Landesinnungsmeister der Holzbau-Meister in der Wirtschaftskammer Salzburg, „und bei einer Aufstockung erweist es sich ebenfalls als ideal, weil es sehr leicht ist und das bestehende Gebäude kaum belastet.“

 

Geringer Energieverbrauch
Ein ebenfalls gewichtiges Argument ist das Thema Energieeffizienz. Holz ist nicht nur bei seiner Gewinnung ein wahrer Klimakünstler, es überzeugt auch bei der Nutzung eines Gebäudes. „Die guten Dämmwerte sorgen für ein ausgeglichenes Wohnklima, indem im Winter die Wärme drinnen und im Sommer die Kälte draußen bleibt“, so Egger weiter, „außerdem ist im Holz genauso viel CO2 gebunden, wie bei der Verarbeitung freigesetzt wird. Dazu kommen die kurzen Transportwege und ausreichende Vorkommen. In unseren Wäldern wächst nämlich um ein Drittel mehr Holz nach, als wir derzeit verbrauchen.“

Hohe Vorbildwirkung
Umweltschutz und CO2-Reduktion erfüllen gerade im öffentlichen Bereich eine wichtige Vorbildwirkung. In Stadt und Land Salzburg wurden bereits einige Gemeinden Projekte auf diese Art umgesetzt. Ein aktuelles Beispiel dafür befindet sich in der Gemeinde Bruck. Hier wurde gerade der Kindergarten im Ortsteil Oberhof umgebaut und gleichzeitig erweitert. Zur raschest möglichen Abwicklung verließ man sich dabei auf eine Holzbauweise, bei welcher vorgefertigte Wandelemente an Ort und Stelle verbaut wurden. Das gesamte Projekt konnte nach nur fünf Wochen Bauzeit – rechtzeitig zu Beginn des neuen Schuljahres - fertiggestellt werden.
Auch beim Neubau von Volksschule und SPZ Bad Hofgastein wurde der Baustoff Holz für die Überdachung von Schulhof und Terrasse sowie einer Loggia und Laube bewusst und durchaus mit symbolischem Wert eingesetzt: „Sie erinnern einerseits an historische Strukturen wir Heustadl, Trockenspeicher, Schober, Harpfen und Unterstände am Feld“, so die Argumentation des Architekten Max Rieder bei der Einreichung zum Salzburger Handwerkspreis 2012, „anderseits ermöglichen diese eine zeitgemäße Nutzung in ihrer elementaren Einfachheit.“

Auch weitere Gemeinden im Bundesland Salzburg setzen auf den Bau- und Werkstoff Holz. So etwa die Marktgemeinde Golling mit dem Zubau der Hauptschule oder die Gemeinde Fuschl mit der Erweiterung des Kindergartens. In Saalbach Hinterglemm wird ebenfalls der Kindergartens neu gebaut – ganz in Holz und nach den Plänen von Architekt Wolfgang Sitka. Erst kürzlich fertiggestellt wurde ein neuer Kindergarten in der Lungauer Gemeinde Unternberg.

SOS – Schule ohne Stress

Wie gut sich Holz im täglichen Gebrauch – speziell im Unterricht – bewährt, belegen verschiedene Studien. Ein beeindruckendes Ergebnis etwa lieferte eine Untersuchung an einer steirischen Hauptschule. Unter dem Titel „SOS – Schule ohne Stress“ interessierte sich das Institut für nichtinvasive Diagnostik am Joanneum Research für die physiologischen Wirkungen von Holz. „Signifikante Unterschiede zeigten sich vor allem in der Herzfrequenz (als Belastungsindikator), im Vagostonus (als herzschonender Erholungsindikator) und in der erlebten schulspezifischen Beanspruchung“, fanden die Wissenschafter rund um Dr. Maximilan Moser heraus, „die Schüler und Schülerinnen der „Holzklasse“ hatten deutlich weniger Stress und Konflikte, während die Konzentrationsfähigkeit stieg.“

BILD:
Holz verfügt über beste Voraussetzungen, um energieeffiziente, Ressourcen schonende und nachhaltige Bauwerke zu errichten.

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