Presse BadAibling 03Mit Holz den Sternen nah.

Baustellenbesichtigung in Bad Aibling eines 8-geschossigen Massivholzbaus. Der Referenzbau zieht bereits in Rohbauphase die Massen aus allen Kontinenten an. Holzbau Know-How am höchsten Stand der Technik. Nach London und Berlin wandern Holzbau-Hochhausprojekte weiter nach Süden. Auf Einladung von proHolz Salzburg, dem Holzcluster Salzburg und der Initiative Architektur besuchten 25 Architekten und Holzbau-Meister die höchste Holzbaustelle in unseren Regionen. Im B&O Parkgelände bei Bad Aibling, einem 70 ha großen ehemaligen US-Militärstützpunkt in der Nähe von Rosenheim, entsteht ein Gebäudeensemble

mit hohem Anspruch an Energieeffizienz und Klimaschutz.
25 Meter gegen den Himmel mit Holz.
Aufbauend, auf die bereits gemachten Erfahrungen vor Ort mit einem viergeschossigen Wohnungsbau, entsteht gerade ein achtgeschossiges Büro- und Wohnhaus mit einer Höhe von knapp 25m welches von Schankula Architekten aus München geplant wurde. Die gesamte Tragkonstruktion des Gebäudes – also tragende Wände und Decken – besteht dabei aus Holz. Nur der Treppenhauskern wird aus Brandschutzgründen in Beton ausgeführt. In den ersten 7 Geschossen wird das Holz aus eben diesem Grund auch mit Gipsplatten verkleidet, im „Penthouse“ des achten Geschosses darf die Holzoberfläche sichtbar bleiben. Die Fassadenbekleidung wird ebenfalls zu großen Teilen aus behandeltem Holz hergestellt und stellenweise durch Putzflächen ergänzt.
Hoher Vorfertigungsgrad bringt Wirtschaftlichkeit.
Der hohe Vorfertigungsgrad der Wand- und Deckenelemente ermöglichte eine sehr kurze Bauzeit von nur 2 Tagen je Geschoss. Auf diese Weise kann die Belästigung für die Nachbarn auf ein Minimum reduziert werden, eine raschere Baufertigstellung und frühere Einnahmen aus der Nutzung sind dadurch möglich. „Das Nutzungskonzept des Gebäudes sieht vor, dass in den unteren beiden Stockwerken Büros eingerichtet werden. Darüber werden Wohnungen von 40 – 90m² errichtet und das oberste Geschoß mit weitem Um- und Ausblick dient als Penthaus“, erläutert der Projektleiter Jens Eitner von B&O Wohnungswirtschaft. Nach Fertigstellung des Gebäudes ist auch die Anbringung einer Kleinwindkraftanlage am Dach des Wohnbaus vorgesehen. Langfristig soll hier eine „Nullenergiestadt“ in grüner Umgebung entstehen, in der Energie nachhaltig erzeugt und sparsam eingesetzt wird.
Holz bindet CO2.
Johann Peteratzinger, Fertigungsleiter der ausführenden Holzbaufirma Huber & Sohn bringt es bei der Besichtigung auf den Punkt: „Die Vorteile der Holzbauweise werden in Zukunft den Baustoff Holz auch für den Geschoßwohnbau im Stadtbereich etablieren. Es werden zudem beim achtgeschossigen Gebäude rund 500m³ Holz verbaut und damit ca. 500 Tonnen Kohlendioxid für lange Zeit gebunden“.
In selbes Horn stößt auch Otmar Bachler von proHolz Salzburg, „wenn wir es schaffen den Holzbauanteil im Wohnbau in Österreich auf 25 Prozent zu steigern könnten wir jährlich rund 500.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Derzeit sind 6 Prozent der rund 10.000 neu gebauten Wohnungen in Österreich in Holzbau ausgeführt. Ein Umdenken muss rasch stattfinden, da die Strafzahlungen für das Nichteinhalten der Kyotoziele in Österreich den Steuerzahler bald treffen werden“.

Presse BadAibling 03

Bild3: Presse_BadAibling_03
v.l.n.r. Holzbau-Meister Fritz Egger und Hermann Atzmüller bei der Besichtigung im Penthaus

Presse BadAibling 04
Bild4: Presse_BadAibling_04
Der 8-geschossige Wohnbau in Holzbauweise während der Bauphase.